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Hilfe, mein Hund frisst Gras!?

Gras fressen beim Hund

„Mein Hund frisst Gras, was ist denn jetzt los?“ – Hast du dich das auch schon das ein oder andere Mal gefragt? Dann bist du damit nicht alleine, denn das Grasfressen beim Hund zählt bei vielen Hundebesitzern zu einem der großen Mysterien des Hundehalterdaseins. „Ist mein Hund eine Kuh?“ oder „Warum tut er das denn jetzt?“, werde ich nicht selten gefragt. Erst neulich hatte ich mit einer Kundin ein Gespräch über diese grasende Verhaltensweise. Sie hatte das Gefühl, dass ihr Hund schlicht und einfach Sodbrennen hat und dann jedes Mal zum Grasbüschel greift. Deshalb hat sie ihren Tierarzt dazu angesprochen, woraufhin ihr dieser erklärte, dass Gras fressen kontraproduktiv ist und sie es deshalb unbedingt verbieten müsse. Aber ist das tatsächlich so?

Spoiler Alarm: Hunde fressen Gras. Und das trifft tatsächlich auf alle Hunde zu. Das Warum ist da schon etwas komplexer. Denn die Ursachen können verschiedenster Natur sein.

Einmal Frühling zum Mitnehmen, bitte!

Wenn im Frühling die Natur zu neuem Leben erwacht und Stück für Stück wieder alles ergrünt, dann ist das nicht nur für uns eine wundervolle Zeit. Auch unsere Hunde finden diese Jahreszeit richtig toll. Nicht nur, weil der Frühling gut duftet, sondern weil er auch besonders lecker schmeckt. Denn mit dem Frühling kommt auch frisches, saftiges Gras. Genau das ist die Jahreszeit, in der vermutlich jeder Hund sich ab und an mal einen Happen Gras gönnt. Da kann es beim Spaziergang schon einmal passieren, dass Hund dann auch ab und zu minutenlang zum grasenden „Kuhhund“ wird. Mmh, lecker!

Eine Erfrischung gefällig?

Nicht nur das frische saftige Frühlingsgras kann Hunde zum Grasfressen animieren. Auch die Tage, an denen morgens das Gras noch vom Tau bedeckt ist oder weil es vor kurzem geregnet hat, kann ganz toll für unsere Hunde sein. Wenn dein Hund genau dann zum Grasfresser wird, dann vermutlich, weil er seinen Wasserhaushalt etwas aufpeppen möchte oder weil das kühle Nass einfach unglaublich erfrischend sein kann.

Wenn’s zwickt und zwackt, das Gras dich packt.

Meine Kundin, von der ich eingangs erzählte habe, hat tatsächlich auch nicht unrecht. Auch Sodbrennen kann ein Grund sein, warum Hunde Gras fressen. Denn Gras kann den Magensäurehaushalt regulieren. Gras ist aber auch ein Ballaststoff und kann somit auch die Verdauung unterstützen. Also auch hier ist nicht generell Besorgnis angesagt. Kämpft der Hund regelmäßig mit Magen-Darm-Themen, wie Verdauungsschwierigkeiten, Magengrummeln, Sodbrennen etc., dann ist jedoch nichts verkehrt daran, genauer hinzuschauen und die Thematik mit dem Tierarzt deines Vertrauens zu besprechen.

Stress ade.

Neigt der Hund vor allem in immer denselben Situationen Gras zu fressen, dann könnte der Grund dafür auch Stress bzw. Überforderung sein. Hier dient das Grasfressen dann als stressabbauende Maßnahme. Kauen wirkt generell entspannend – nicht nur bei Hunden. Auch viele Menschen hilft es, in stressigen Situationen etwas zu bekauen, sei es ein Kaugummi, das Ende eines Bleistiftes oder die Fingernägel. So hilft Kauen auch dem Hund, um sich wieder in Entspannung zu fahren. Das kann während oder auch im Anschluss von bestimmten Situationen passieren. Hier kommt jedoch noch ein weiterer Effekt hinzu: Gras lässt den Blutzuckerspiegel wieder in die Höhe wandern. Gras enthält zuckerähnliche Stoffe, dem dem Hund wieder Energie geben, die er gerade in oder nach stressigen Situationen gut gebrauchen kann.

Beschwichtigende Geste.

Ein Effekt, den Grasfressen ebenso haben kann, der oft gar nicht so leicht von uns Menschen erkannt bzw. bedacht wird, ist der kommunikative Aspekt. Gerade bei Hundebegegnungen kann das Grasfressen beim Hund auch als beschwichtigende Geste dienen. Egal, ob der Hund nun zum Grasfressen greift, um sich aus der Situation zu „flüchten“, weil er vielleicht keinen Kontakt möchte oder ob er zum Grasfresser wird, weil er dem Gegenüber signalisieren möchte, dass er doch bitte mal einen Gang runter schalten soll, damit ein entspannter Kontakt möglich ist. In beiden Fällen ist dieses Grasfressen ein Kommunikationsmittel für den Hund.

Freiraum für Mensch und Hund Barbara Orth mit Hund

Gesundheitliche Komponente

Natürlich gibt es auch beim Grasfressen einen gesundheitlichen Aspekt. Neigt der Hund zu exzessivem Grasfressen, dann ist dies definitiv ein Grund, mit dem Tierarzt über Laborwerte & Co herauszufinden, wo der Schuh drückt. Hier gilt es jedoch, seinen Hund gut zu kennen. Sollten tatsächlich eine gesundheitliche Komponente dahinterstecken, dann verändert sich Verhalten schlagartig und der Hund neigt dazu, im Vergleich zu sonst, wirklich sehr extrem Gras zu fressen. Das heißt, auch hier ist die Devise, den Hund gut zu kennen, sodass einem dann auch verändertes oder extremeres Verhalten auffällt.

Was heißt das jetzt für dich und deinen Hund?

Ihr könnt weiter völlig entspannt eure Spaziergänge in der Natur genießen. Frisst dein Hund immer wieder mal etwas Gras – im Frühling und nach Regentagen vermehrt – dann ist das noch kein Grund zur Besorgnis. Erst, wenn dieses grasfressende Verhalten überhand nimmt, dann solltest du dies mit dem Tierarzt deines Vertrauen besprechen und ggf. einen Rundum-Check machen. Der kann sowieso nie schaden 😉

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